Was nervt Recruiter? - Die TOP 10 aus 2015

Recruiter zerrissen zwischen operativem Recruiting und Projektarbeit?


Was hält Recruiter nachts wach? Worüber machen sie sich die meisten Sorgen? Wo sehen sie die größten Herausforderungen?

Und was hat sich dabei in den letzten Jahren geändert?

Ein Blick in die ersten Daten des ICR Recruiting Report 2015 (750+ TN, der kostenfreie Report ist hier vorreservierbar) lichtet den Dschungel an Herausforderungen für Recruiter.

Was sind die TOP 10 der Herausforderungen für Recruiter in 2015?


Quelle: ICR Recruiting Report 2015 (750+ TN)

Ganz vorne auf der Liste steht die Herausforderung, gute Bewerber zu finden. 82% der Recruiter haben damit Probleme. Dicht gefolgt und inhaltlich eng damit zusammenhängend ist das Problem, offene Stellen schnell zu besetzen (74%). Insgesamt sagt mehr als jeder zweite Recruiter (54%), daß er oder sie zu viel zu tun hat.

Recruiter würden sich demoperativen Recruiting gerne vollständig widmen, aber dann gibt es ja auch noch die interessanten Projekte im Recruiting, an denen man teilnehmen möchte/will/soll. Daher ist es nicht verwunderlich, daß 4 von 10 Recruitern sich darüber beschweren, daß das Verhältnis zwischen operativem Recruiting und Projektarbeit nicht stimmt und fühlen sich zerrissen zwischen den beiden Wünschen.

Von den verbleibenden Punkten in der Liste, wie Kooperation mit Fachvorgesetzten (über die man auch ein Buch schreiben könnte), schlechte Stellenbeschreibungen, Bewerber kontaktieren oder verwalten, Interviews vereinbaren etc. fühlt sich nur jeder zweite Recruiter genervt. Und nur 3% der Recruiter geben an nichts zu tun zu haben.

Wie haben sich die wichtigsten Herausforderungen in den letzten Jahren entwickelt?

Die erste Grafik ist nur ein Momentaufnahme für 2015. Aber vielleicht plagen sich die Recruiter ja schon länger mit diesen Herausforderungen herum? Ein Blick in die Daten der letzten Jahre gibt Antwort:

Gute Bewerber finden

 Offene Stellen schnell zu besetzen

  
Die Herausforderung, gute Bewerber zu finden, befindet sich auf einem 4-Jahres-Hoch, nach einem kleinen Einbruch im Jahr 2014.
Das Problem, offene Stellen schnell zu besetzen, ist ebenfalls auf auf dem höchsten Stand seit vier Jahren und läßt bei dem Trend keine Entlastung für 2016 erwarten

 Zu viel zu tun

Verhältnis zwischen operativem Recruiting und Projektarbeit

  
Schon seit mindestens vier Jahren klagt die Hälfte der Recruiter über zu viel Arbeit. Hier sollten Recruitment Manager dringend Abhilfe schaffen. Auch dieser "Nervpunkt" befindet sich auf einem 4-Jahres-Hoch, nach einem relativen Tief im Jahr 2013. 4 von 10 Recruitern beklagen sich schon seit geraumer Zeit darüber, daß das Verhältnis zwischen operativem Recruiting und Projektarbeit nicht stimmt und fühlen sich zerrissen zwischen den beiden Wünschen. Auch hier sind Recruitment Manager gefordert, die Kapazitätplanung zu optimieren und Recruiter ggf. auch vor sich selber zu schützen.


Ausblick auf 2016


Die offensichtlichen Trends geben beim besten Willen keine Entwarnung an der "Recruiter-Front". Gute Bewerber zu finden und Stellen schnell zu besetzen wird mit reaktivem "Post & Pray" Recruiting immer schwieriger und Active Sourcing, daß man zwar lernen kann und damit wieder Zugang zu hart umkämpften Zielgruppen ermöglicht, kostet Zeit und Aufwand. Der Klage, daß zu viel zu tun ist, kann nur mit der Steigerung der Produktivität, d.h. durch den Einsatz sinnvoller Recruiting-Technologie wie z.B. bei den Recruiting Innovation Days Online (RIDO) oder bei der International Recruiting Summer Academy vorgestellt,  Erleichterung verschafft werden. Auch Recruiter wollen mit Hilfe von interessanten Projekten ihre Prozesse verbessern oder die Candidate Experience optimieren, daher wird die Doppelbelastung mit operativem Recruiting und Projektarbeit sich eher noch verstärken.


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