Recruiting Generation Z - Was wollen die denn jetzt? Teil 1

Recruiting Generation Z = Zombie ?
Warum Arbeitgeber wirklich keine Angst zu haben brauchen aber einige Dinge beachten sollten

Die Generation Zombie rollt auf uns zu bzw. ist bereits unter uns. Auch Gen Z genannt, bezieht sich die Beschreibung tendenziell auf die nach 1995 geborenen Jugendlichen, die sich seit 2011 auf dem Bildungs- sowie Arbeitsmarkt bemerkbar machen. Während alle noch von der Generation Y sprechen, spricht Prof. Christian Scholz schon von der Generation Z, Z wie Zombie. Er bezeichnet die Generation Z unter anderem als “flatterhaft“ „realistisch“ und „stark informiert“ . Diese Generation wird von ihm als Z wie Zombie beschrieben, und zwar nicht weil die Mitglieder alle bleich aussehen und auf das Blut oder die Gehirne der noch Lebenden aus sind. Z wie Zombie bezieht sich lt. Prof. Scholz auf zwei Gedanken: Er spricht deshalb von „Zombies“, weil diese sich in gewisser Hinsicht ähnlich wie die Generation Z verhielten: „Das Phänomen kommt langsam und unscheinbar daher, wird kaum wahrgenommen und häufig sogar intensiv negiert. Gleichzeitig gibt es die hohe Ansteckungsgefahr. Letzteres trifft auf Zombies wie auch auf die Generation Z zu“ 
Und wie reagieren die Arbeitgeber, falls Sie überhaupt reagieren?

Was sind die Ansichten der Generation Z ?

• Sie sieht die Arbeitswelt illusionslos.

• Sie weiß, dass Unternehmen Mitarbeiter selten in den Mittelpunkt stellen und sie stattdessen als Kostenfaktor ansehen.

• Sie ahnt, dass die Ausbildung gravierende Schwächen aufweist.

• Sie hat beobachtet, wie selten Unternehmen die der Generation Y gemachten Karriereversprechen einhalten.

Quelle: Prof. Christian Scholz, Ausbilder-Handbuch

Wie reagieren Arbeitgeber?

Ignorieren, Nachgeben, Aussperren: Dies seien lt. Professor Scholz die nicht sinnvollen Herangehensweisen der Arbeitgeber. „Die Option „Ignorieren“ basiert auf dem Negieren der Existenz einer Generation Z; in der Wirtschaftspresse wird auf „Nachgeben“ gesetzt und überwiegend argumentiert, man müsse der Generation Z schon deshalb voll umfänglich nachgeben, weil sie den demografischen Faktor auf ihrer Seite habe. Schließlich wird vereinzelt auch schon die Option „Aussperren“ propagiert. Hier wird argumentiert, dass die Generation Z doch zahlenmäßig nicht sonderlich ins Gewicht falle und zudem andere Arbeitsmärkte (Ost- und Südeuropa) leichter zu erschließen wären.“

Wie sieht die empirische Basis zur Generation Z aus?

Da diese Generation noch sehr frisch im Arbeitsmarkt ist, ist die empirische Datenlage noch relativ dünn. Aber schauen wir uns diese „Generation“ Z einmal genauer an und was wir über sie wissen: von 100 Mitgliedern dieser Alterskohorte werden mittlerweile vielleicht 50 studieren, 30-40 ein Ausbildung machen und 10-20 keinen Schulabschluß vorweisen können.

Den Namen Generation Z haben wir uns nicht in Deutschland ausgedacht, vielmehr kommt er wie auch schon die Bezeichnung Generation X und Y eher aus dem englischsprachigen Ausland. Dank der Candidate Experience Awards DACH haben wir mittlerweile aber auch erste verläßliche Daten zu dieser neuen Zielgruppe der Generation Z.

Generation Z- Was wollen die denn jetzt? Antworten auf die Fragen der Arbeitgeber

Interessante Fragen aus Arbeitgebersicht zum Umgang mit der Generation Z lauten:

1. Wie erreichen wir diese Generation mit unseren Personalmarketing-Aktivitäten?
2. Welche Inhalte unserer Personalmarketing-Aktivitäten sind für diese Generation interessant?
3. Was erwartet die Generation Z bzgl. Stellenanzeigen und Jobinformationen?
4. Und wie sehen diese Daten im Vergleich zun den Generationen X und Y aus?

Sie finden diese Fragen interessant? Dann erfahren Sie mehr auf dem 1. Candidate Experience Symposium 2017 (11.4.2017, Frankfurt, Teilnahme ab 150 €)


Was sind die wertvollsten Quellen bei der Jobsuche für die Gen Z, oder wie erreichen Arbeitgeber diese Generation am besten?


Quelle: Candidate Experience Awards 2015, DACH Daten

Die Karriereseite und allgemeine Jobbörsen sind weit vorn. So weit so gut. Viele Arbeitgeber haben die meisten dieser Aktivitäten bereits in ihrem Personalmarketing-Köcher.  Aber auf Platz zwei, noch vor den Jobbörsen findet sich "allgemeine Google-Suche".  Bei der Präsenz bei Googleergebnissen bei für die Gen Z relevanten Fragen müssen die meisten Arbeitgeber noch nachlegen.  

Doch was muß ein Unternehmen denn anders machen gegenüber den bisherigen Werbeaktivitäten für die Generation X und Y?

Wie sieht der Änderungsbedarf beim Personalmarketing für das Recruiting der GenZ aus?

Werfen wir einen Blick auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Generationen:

Bedeutung der Personalmarketing-Aktivitäten im Vergleich der Generationen X,Y,Z




Die Karriereseite sollte auf gar keinen Fall irgendwelchen modischen Trends geopfert werden. Für alle drei Generationen ist dies die Aktivität mit der mit Abstand höchsten Bedeutung, für die Gen Z sogar die allerhöchste.  Danach folgen Jobbörsen. Bisher waren die Unterschiede noch nicht signifikant außer, daß man sagen könnte "je älter, desto eher sind Jobbörsen interessant". Erst auf dem insgesamt dritten Platz zeigt sich ein Unterschied zwischen den Präferenzen der Generationen: Die Suche bei Google direkt ist bei der jüngeren Gen Z z.B. zu 50% stärker verbreitet als bei der Gen X. Darüber hinaus wünscht sich die Gen Z mehr persönliche Kontaktmöglichkeiten wie (Hochschul-) Messen

Zusammengefasst brauchen sich Arbeitgeber bei der Werbung um die Generation Z  keine zu großen Sorgen zu machen, wenn Sie die Gewichte Ihrer Personalmarketing Aktivitäten in Hinsicht auf die Präferenzen der Generation Z um einige wenige Punkte neu austarieren: 

Mehr Investitionen in die Suchmaschinenrelevanz

z.B. mittels:


SEO
Programmatic Job-Posting

Mehr „Face to Face“ Infoveranstaltungen


Attraktive Karriereseite


Einbindung in Mitarbeiterempfehlungsprogramme


Teil 2 und 3 dieser kleinen Reihe zur Generation Z wird sich mit den Antworten auf diese Fragen befassen:

• Welche Inhalte unserer Personalmarketing-Aktivitäten sind für die Generation Z interessant?
• Was erwartet die Generation Z bzgl. Stellenanzeigen und Jobinformationen?


Sie finden das interessant? Dann erfahren Sie mehr auf dem 1. Candidate Experience Symposium 2017 (11.4.2017, Frankfurt, Teilnahme ab 150 €)