„Mit XING-Profil bewerben“ jetzt auch für KMU

- Neue "Waffe", genannt OneClickbewerbung im "War for Talents"?

Interview mit Ina Ferber zur neuen OneClickbewerbung

 

Hallo Ina,

Du hast gerade eine neue Recruiting-Lösung für kleinere und mittlere Unternehmen herausgebracht. Dein neues Produkt, das Du OneClickBewerbung nennst, ist speziell für KMU, die (noch) kein Bewerbermanagementsystem haben, lt. ICR E-Recruiting Software Report 2015 sind dies über 50 %. Einerseits ermöglichst Du damit diesen Arbeitgebern, auch Bewerber für schwierig zu besetzende Positionen zu finden, andererseits verbesserst Du damit auch die Candidate Experience der Bewerber, da diese nun keine E-Mail mit Anschreiben und Lebenslauf mehr schreiben müssen. Danke, dass Du uns dazu einige Fragen beantworten willst:

Sehr gerne, danke für die Einladung!

ICR: Was ist neu an der OneClickBewerbung?

Fangen wir mit dem an, was nicht neu ist: Wir wissen, dass mittlerweile 60% der Jobsuchen mobil starten. Für das Recruiting ist das eine Herausforderung, denn die meisten Jobsuchenden halten keinen Lebenslauf auf dem Smartphone vor. Viele Kandidaten sehen eine interessante Stellenanzeige auf dem Handy, können sich aber nicht sofort bewerben und vergessen, wo sie die interessante Position gefunden haben. Deswegen nutzen Arbeitgeber den Button „Apply with XING“ und „Apply with LinkedIn“. Der Button erscheint in der Stellenanzeige, und die Bewerbungen gehen direkt ins Bewerbermanagement-System (BMS) ein. Wie gesagt, das alles ist nicht neu, diese Lösungen gibt es seit ein paar Jahren als Schnittstelle zum BMS.

Neu ist, dass jetzt auch KMU, die kein BMS verwenden, Bewerbungen mit dem XING-Profil annehmen können. Das ist das Besondere an der OneClickBewerbung. KMU können den Button „Mit XING-Profil bewerben“ in ihren Stellenanzeigen anbieten. Wenn Kandidaten sich bewerben, erhalten die Unternehmen das XING-Profil per E-Mail. Die OneClickBewerbung läuft ohne Bewerbermanagement-System, ohne Implementierungsprojekt und zu einem überschaubaren Preis.

ICR: Wie funktioniert denn das Ganze?

Das Unternehmen registriert sich auf one-click-bewerbung.eu und gibt den Jobtitel der zu besetzenden Stelle an. Anschließend integriert es den Button in die Stellenanzeige. Bewirbt sich ein Kandidat mit Hilfe der OneClickBewerbung, so geht das XING-Profil des Bewerbers beim Arbeitgeber direkt per E-Mail ein.

Kandidaten klicken auf den Button „Mit XING-Profil bewerben“ und erteilen die Erlaubnis, auf ihr XING-Profil zuzugreifen. Dann sehen sie die Informationen aus ihrem XING-Profil und können die Bewerbung direkt absenden. Sie haben aber auch die Freiheit, Daten zu ändern oder einzelne Einträge zu löschen bevor sie die Bewerbung verschicken. Ein Freitextfeld für ein kurzes Anschreiben bietet die OneClickBewerbung auch an.

Also es gibt keinerlei technische Voraussetzungen und es muss auch kein Tool beim Kunden implementiert werden. Technisch – falls es wirklich so detailliert jemand wissen möchte – docken wir mit unserem System an einer API (Programmierschnittstelle) von XING an. Das ist die gleiche Schnittstelle, die die Anbieter von Bewerbermanagement-Systemen nutzen. Da unsere Kunden kein BMS verwenden, erhalten sie einfach einen kleinen HTML-Code, den sie direkt in die Stellenanzeige einfügen können, was auch ohne Programmierkenntnisse leicht machbar ist (Kurzanleitung für zwei gängige Systeme hier: http://one-click-bewerbung.eu/files/Anleitung_OneClickBewerbung_20151024.pdf). Dieser Code wird für jede Stelle individuell erstellt, denn er enthält die Information, an welche E-Mail-Adresse das XING-Profil der Kandidaten geliefert werden soll und welcher Jobtitel in der Mail genannt werden soll (damit jederzeit eine Zuordnung der Bewerbung zur richtigen Position möglich ist). Gerade weil wir direkt im HTML der Stellenanzeigen arbeiten, benötigen wir keine System-Schnittstellen und keine langwierigen Implementierungsprojekte.

   


Was muss ein Arbeitgeber tun, um dieses Tool nutzen zu können?

Das ist ganz einfach:

1.       OneClickBewerbung hier kaufen: http://one-click-bewerbung.eu/

2.       Einloggen und Stelle/Jobtitel eintragen. Sofort wird ein kleiner HTML-Code ausgeworfen.

3.       Den HTML-Code kopieren und an den Administrator der Karrierewebseite bzw. an die beauftragte Agentur schicken.

Wir empfehlen Arbeitgebern zusätzlich, in den Stellenanzeigen im Text darauf hinzuweisen, dass Bewerbungen mit dem XING-Profil als vollwertige Bewerbungen angesehen werden. Damit Kandidaten wissen, dass eine OneClickBewerbung ernstgenommen wird.



Welche Kenntnisse benötigt ein Personaler oder Geschäftsführer eines KMU denn dafür?

Wenn der Personaler oder Geschäftsführer nicht selbst der Administrator der Karrierewebseite ist, dann muss er lediglich wissen, wie „Kopieren und Einfügen“ funktioniert.

Die Einbindung in die Stellenanzeigen auf der eigenen Karrierewebseite übernimmt der Administrator der Webseite. In kleineren Unternehmen übernimmt die Administration der Webseite meist die Geschäftsführung, die Assistenz der Geschäftsführung, das Marketing, HR für den Karrierebereich oder eine externe Agentur. Der Administrator bedient oftmals ein Content-Management-System und weiß, wo die entsprechende Funktion (z.B. „Widget/HTML einfügen“) zu finden ist. Es sind keine HTML- bzw. Programmierkenntnisse nötig.

Wie sieht es auf Bewerberseite aus?

Bewerber benötigen keine besonderen Kenntnisse. Einzige Voraussetzung ist ein aktuelles und gut gepflegtes XING-Profil.

Welche Vorteile haben Arbeitgeber und Bewerber?

Für Kandidaten gibt es zwei Vorteile:

1.      Ohne OneClickBewerbung vergessen viele Kandidaten, die die Jobsuche auf dem Smartphone starten, wo sie den Traumjob gesehen haben, und können sich später nicht mehr bewerben. Mit der OneClickBewerbung können sie sich sofort bewerben und verpassen keinen Traumjob nicht mehr.

2.       Die Bewerbung ist mit wenigen Klicks abgeschickt. Das spart Zeit und ist für Kandidaten ein angenehmes, komfortables, entspanntes Erlebnis.

Der wichtigste Vorteil für Arbeitgeber ist, dass mit der OneClickBewerbung das Recruiting erfolgreicher wird: Arbeitgeber senken die Hürden für Kandidaten, erhalten mehr Bewerbungen von qualifizierten Jobsuchenden und können ihre Stellen schneller besetzten.

Flexibilität ist ein weiterer Vorteil der OneClickBewerbung: Gehen auf eine Stellenanzeige zu viele Bewerbungen ein, ist der Button leicht wieder zu entfernen.

Zusätzlich wirkt die OneClickBewerbung positiv auf das Arbeitgeberimage, da Kandidaten das positive Erlebnis des unkomplizierten, freundlichen Bewerbungsverfahrens mit dem Unternehmen verbinden. Arbeitgeber bieten also im Job-Inserat eine angenehme Candidate Experience und senden ein innovatives Signal. So wirkt jede Stellenanzeige positiv auf Ihre Employer Brand.

ICR:Warum ist die Lösung besonders interessant für kleinere und mittlere Unternehmen?

Die meisten Konzerne nutzen ein Bewerbermanagement-System. Deswegen sprechen wir eher kleine und mittelständische Unternehmen an. Grundsätzlich ist die Lösung für jedes Unternehmen geeignet, welches kein BWMS verwendet.

ICR: Ab welcher Größenordnung (Einstellungen) lohnt sich die Lösung?

Arbeitgeber können die OneClickBewerbung für eine einzelne Stellenanzeige kaufen. Ab vier Einstellungen lohnt sich das Jahrespaket.

ICR: Was kostet es?

Für die Verwendung in einem Stellenprofil zahlen die Unternehmen 52,90 Euro zzgl. MwSt. Das Jahrespaket kostet 198,00 Euro zzgl. MwSt.

ICR: Wird der Button denn nicht auch direkt von XING angeboten, LinkedIn bietet diese Service kostenfrei hier an?

XING und LinkedIn bieten lediglich die Programmierschnittstelle kostenlos an. Bisher wurde diese Schnittstelle primär von den Anbietern der Bewerbermanagement-System genutzt, da sie Programmierkenntnisse erfordert und nicht „mit ein paar Klicks“ einzubinden ist.

ICR: Wie groß ist die Gefahr, daß XING diese Möglichkeit, wie bei ähnlichen Angeboten für Linkedin, wieder schließt?

Wie gesagt, ich denke nicht, dass LinkedIn die Möglichkeit geschlossen hat. LinkedIn bietet das gleich wie XING, nämlich die API.

Selbstverständlich ist es denkbar, dass XING die Programmierschnittstelle wieder schließt. Damit würden sie jedoch alle großen Anbieter von Bewerbermanagement-Systemen und alle Kunden dieser Anbieter verärgern. Daher halte ich das nicht für sehr wahrscheinlich.

Ich rechne auch nicht mehr damit, dass XING einen voll funktionsfähigen Button selbst anbietet. Tatsächlich bin ich erst im Gespräch mit XING auf die Idee gekommen, die OneClickBewerbung zu entwickeln: Vor zwei Jahren habe ich für einen Kunden eine Recruiting-Kampagne konzipiert. Die Position war schwierig zu besetzen, die Zielgruppe war sehr aktiv auf XING. Deswegen wollte ich unbedingt „Apply with XING“ in der Stellenanzeige anbieten. Ich habe versucht, den Button bei XING zu kaufen. Erfolglos. Die Empfehlung lautete, mit dem Anbieter des E-Recruiting-Tools zu sprechen. Doch mein Kunde hatte kein BWMS im Einsatz. Anbieter, die den Button ohne BWMS vertreiben, konnte ich auch nicht finden. Daraufhin habe ich geprüft, was es kosten würde, den Button für eine Stellenbesetzung zu programmieren. Das wäre utopisch teuer gewesen. So ist mir aufgefallen, dass kleine und mittelständische Unternehmen im Mobile Recruiting benachteiligt sind. Diese Lücke schließt jetzt die OneClickBewerbung.

ICR: Hast Du noch weitere interessante Lösungen im Köcher?

Mein Anliegen ist es, Recruiting-Innovationen kleinen und mittelständischen Unternehmen zugängig zu machen. Wenn ich sehe, dass mittelständische Firmen von aktuellen Recruiting-Methoden und -Kanälen ausgeschlossen sind, dann suche ich passende Lösungen. Beispielsweise können viele KMU keinen eigenen professionellen Talentpool betreiben, weil Kosten und Aufwand zu hoch sind. Deswegen biete ich in meiner Region cleverheads Rhein-Main-Neckar http://www.ferber-personalberatung.de/cleverheads-rhein-main-neckar/ an. Hier teilen sich mehrere Unternehmen einen Talentpool bei minimalen Kosten.

Ein anderes Beispiel: Viele Mittelständler können sich kein großes Employer-Branding-Budget, aber durchaus ein gutes Recruiting-Budget für zentrale Positionen leisten. Daher habe ich die Mini-Kampagne http://www.ferber-personalberatung.de/mini-kampagne/ für den Mittelstand entworfen, eine Stellenbesetzung mit Imageeffekt. Die offene Stelle und das Unternehmen werden auf einer überzeugenden Webseite dargestellt, mit Fotos und Videos aus dem Unternehmen. Die Methode ist immer Storytelling: Wir erzählen, wie es sich anfühlt, in diesem Unternehmen, in diesem Job, an diesem Standort zu arbeiten. Dann schalten wir Werbung für diese Job-Seite, und zwar nicht nur da, wo Kandidaten aktiv nach Jobs suchen (Jobbörsen), sondern auch da, wo sich die Zielgruppe aufhält, wenn sie nicht auf Jobsuche ist, z.B. auf Facebook, in Online-Fachzeitschriften oder auf Google. Manchmal kommt auch Active Sourcing zum Einsatz. Dann sprechen wir Kandidaten über soziale Medien an und laden sie auf die Job-Seite ein. So wird die Stelle zügig besetzt, und gleichzeitig wirkt die Mini-Kampagne sich positiv auf die Employer Brand aus, denn viele Menschen, auch wenn sie gerade nicht auf Jobsuche sind, sehen die überzeugende Job-Seite mit der „Story“ und die Bekanntheit als guter Arbeitgeber steigt.

Fach- und Führungskräfte für den Mittelstand, gerade für schwierig zu besetzende Positionen, und Recruiting-Innovationen für mittelständische Unternehmen – das treibt uns an, und dafür werden wir immer arbeiten und neue Lösungen entwickeln.

Vielen Dank Ina für das Interview                                                                                           

Sehr gerne! Es hat mir Spaß gemacht, Dir davon zu erzählen!