Social Media: Facebook ist nicht mehr Nr.1


Der Daumen zeigt nach unten: Facebook ist nicht mehr der Favorit der Nutzer bei den Social-Media-Plattformen.


Facebook ist nicht mehr das meistgenutzte soziale Netzwerk in Deutschland. Das zeigt eine aktuelle Studie, der - nach eigenen Angaben - online-repräsentativen "Social-Media-Atlas 2015/2016"von Faktenkontor. 3.518 nach Alter, Geschlecht und Bundesland online-repräsentative Internetnutzer ab 14 Jahren wurden in Form eines Online-Panels zu ihrer Social-Media-Nutzung befragt. Erhebungszeitraum war das vierte Quartal 2015.

 

Gerade erst ist Facebook mit Hilfe eines innovativen Tools auch für Active Sourcing für bestimmte Zielprofile einfach nutzbar geworden, schon gibt es schlechte Nachrichten. Zwar besuchen noch 87 Prozent der Social-Media-Nutzer das Netzwerk von Mark Zuckerberg, doch dies ist für Facebook die niedrigste Quote seit 2012.

 

Facebook kämpft schon seit längerem mit dem Rückgang aktiver Nutzer. Während 2012 noch 58 Prozent der Social-Media-Nutzer in Deutschland auf Facebook eifrig Beiträge und Kommentare verfasst und Bilder und Videos eingestellt haben, waren es 2014 nur noch 38 Prozent. Jetzt fiel dieser Wert um weitere vier Prozentpunkte – mit 34 Prozent nutzt nur noch rund ein Drittel der Social-Media-Nutzer in Deutschland Facebook eher aktiv.

 

Bislang konnte Facebook diesen Rückgang durch mehr passive User ausgleichen – so genannte „Lurker“. Diese „Lauernden“ konsumieren in Web 2.0-Diensten Inhalte, steuern aber keine oder kaum eigene bei. Doch im vergangenen Jahr ist bei Facebook auch dieser Anteil gesunken: 2014 verwendeten noch 55 Prozent der Social-Media-Nutzer in Deutschland Facebook eher passiv – 2015 sind es nur noch 53 Prozent. Insgesamt nahm die Facebook-Nutzung – aktiv und passiv – damit um sechs Prozentpunkte von 93 auf 87 Prozent der Social-Media-Nutzer in Deutschland ab.

 

Die besagte Studie „Social Media-Atlas 2015/2016“ (Hamburg, Januar 2016) wurde im Auftrag der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna in Kooperation mit dem IMWF – Institut für Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt. Wie man die verschiedenen Social Media Plattformen mittels modernem Content Marketing für Recruiting nutzen kann steht hier.

Doch wer ist nun der neue Primus bei den Social Media Plattformen?


Social-Media-Primus ist nun Youtube. Die Video-Plattform konnte ihren Anteil leicht ausbauen und führt mit 88 Prozent das Ranking der meistgenutzten Plattformen hierzulande an. Facebook hingegen kämpft schon seit längerer Zeit mit dem Rückgang der Nutzer, die aktiv eigene Beiträge beisteuern.


Facebook sieht das naturgemäß anders. Den Angaben des Netzwerkes zufolge ist die Anzahl aktiver Nutzer im Verlauf der vergangenen Jahre auf nun 27 Millionen hierzulande gestiegen. Der Unterschied kommt durch verschiedene Definitionen von "aktiv" Zustande. Das US-Unternehmen bezeichnet damit Nutzer, die sich mindestens einmal im Monat einloggen, bei Faktenkontor sind es Nutzer, die selbst eigene Inhalte erstellen.

Und wie sieht es bei den fürs Recruiting und Active Sourcing relevanteren Plattformen wie XING und Linkedin aus?

 

XING liegt mit 27% auf dem 10. Platz, Linkedin auf dem 13. Platz mit 11% bei der Nutzung von Social-Media Angeboten in der Freizeit. Liegen XING und Linkedin bei der aktiven Nutzung mit 6 bzw. 5% noch fast gleichauf,  kann XING mit 21% zu 11% fast doppelt so viele passive Nutzer aufweisen.

 


Interessant wäre hierbei eine Fragestellung gewesen, die auch die Nutzung während der Arbeitszeit mit abgedeckt hätte. Die Ergebnisse hätten sicherlich insgesamt anders ausgesehen. Übrigens, die Nutzung von XING, Linkedin, Facebook & Co. mit Active Sourcing ist kein Hexenwerk. Wie es geht, steht hier.

 



Wie hat sich die Nutzung bei XING im Zeitverlauf geändert?

 

Während es für Facebook nach einem stetigen Anstieg mit 6%-Punkten leicht bergab ging, kann sich XING nach einem kleinen Einbruch im Vorjahr wieder über ein Allzeithoch bei den Nutzern freuen. In welcher Form es für Personalmarketing auch immer genutzt werden kann, WhatsApp spielt mit 76% Nutzung in einer ganz anderen Liga und sollte in den Fokus der Recruiter rücken. YouTube sollte vor allem fürs Personalmarketing (wie man auch ohne eigene Videos bei YouTube rekrutiert steht hier), falls noch nicht geschehen, integraler Teil der Aktivitäten sein.


 

 

Fazit:

 

Facebook baut zwar offensichtlich ab, aber da die 27 Mio. Nutzer mit einem neuartigen Tool auch für Active Sourcing für bestimmte Zielprofile gerade erst interessant geworden sind, kommt Facebook fürs Active Sourcing jetzt erst richtig in den Fokus.