Erfolgsmessung im Social Media Recruiting? Geht nicht - Gib's nicht!

Recruiting (inkl. Employer Branding) im Social Media-Umfeld stellt neue Anforderungen an die Erfolgsmessung. Die Fachwelt grübelt: Mit welchen Kennzahlen lässt sich der Web-2.0-Erfolg monetär messen? Ist das Engagement überhaupt nach klassischer Auffassung analog zum sonstigen Recruiting Controlling meßbar? (Nicht das da schon so viel gemessen wird, siehe ICR Recruiting Controlling Report 2011) Gerne hilft Ihnen das ICR beim Aufsetzen eines benchmarkfähigen Reportingsystems für Ihr Controlling. Weitere Infos finden Sie hier.

Mit Kennzahlen unterlegte Social Media-Strategien im Personalmarketing und Recruiting sind daher noch sehr selten. Parallel zum noch gängigen Ausprobieren sollte daher gleich zu Beginn ein Controllingsystem aufgesetzt werden, mit dem der prognostizierte Nutzen später bewiesen werden kann.

Aber wie?

Ein schönes Praxisbeispiel (u.a. wie aus einem SMR Investment von 7.500 $ zwölf Einstellungen wurden, welche Schritte dazwischen gemessen wurden) aus den USA können Sie sich hier anschauen:

Real Social Media ROI From UPS


So messen Sie den Erfolg Ihrer Social Media Recruiting Aktivitäten


Die Probleme bei der Messung des Social Media Recruiting ROI


A. Social Media Recruiting wird oft erst einmal „ auf kleiner Flamme“ getestet. Laut einer Studie von Eva Zils geben 75% der Unternehmen weniger als 5000 € für ihre Social Media Recruiting Aktivitäten zur Verfügung. Wie so oft, wenn etwas neu ist, bestehen in vielen Unternehmen und vor allem in den Köpfen der Entscheider noch erhebliche Widerstände gegen Social Media Recruiting. Oft geht es nur mit einer kleinen Lösung ohne große Strategie los, die oft sogar als Alleingänge von engagierten Mitarbeitern gestartet werden: „Man kann es ja mal versuchen, es kostet ja nicht viel!“ und "Wir müssen irgendwie dabei sein, die anderen sind es ja auch" Was die anderen wirklich machen finden Sie im ICR Social Media Recruiting Report

B. Social-Media-Recruiting Interaktionen stehen nicht im direkten Zusammenhang mit Stellenbesetzungen. Die Sozialen Netzwerke werden von den Mitgliedern dazu genutzt, sich über einen Arbeitgeber zu informieren, einen Eindruck zu bekommen, Fragen zu stellen und hoffentlich auch Antworten zu erhalten, oder um sich mit anderen Interessenten auszutauschen. Einstellungen finden entweder vorher oder nachher statt, können aber in der Regel nicht direkt oder nur schwierig zugeordnet werden (die technischen Lösungen werden aber besser)

C. Social Media Recruiting nutzt Unternehmensressourcen, die bereits für andere Aufgaben auch genutzt sind. Zumindest kurzfristig bekommt das Social-Media-Recruiting so nicht genügend Ressourcen, denn es ist ja kostenlos.

Was kann man tun, um die Probleme bei der Messung des Social Media Recruiting ROI gleich am Anfang zu vermeiden?

Die Anzahl der Follower, Fans und Gruppenmitglieder und die anvisierten Zielgrößen bilden hier nur eine erste Basis. Ist ein Netzwerk hinsichtlich Quantität und Qualität zufriedenstellend, gilt es, zu überprüfen, inwieweit es Bewegungen von den Social Media zur Karriereseite des Unternehmens gibt, d.h. wieviele der Follower sich bewerben und wieviele schließlich eingestellt werden. Anschließend können auf der Basis der Bewerberherkunft Vergleiche mit anderen Beschaffungswegen hinsichtlich Kosten und Zeit angestellt werden.

Auch diese Größen sind aber schlussendlich monetär zu bewerten, um diejenigen Beschaffungskanäle zu fördern, die bei gegebener Qualität schneller und günstiger zu Einstellungen führen. Recruiting in Social Media ist dann abseits vom Hype "wir sind dabei, weil die anderen es auch sind" rechenschaftspflichtig für den Erfolg und im Wettbewerb mit anderen Recruiting Kanälen.

Wie messen Sie und andere den Erfolg Ihrer Recruiting Aktivitäten in Sozialen Netzwerken? Diskutieren Sie mit in der der Recruiter Community.