Mythos Initiativbewerbung

Lust oder Last für Arbeitgeber - Chance oder Chimäre für Bewerber?


Gemeinsam mit dem Magazin Personalwirtschaft hat das Institute for Competitive Recruiting (ICR)  325 Personaler
(davon mehr als zwei Drittel Führungskräfte) und 300 Bewerber (rund 40 Prozent Berufseinsteiger sowie
25 Prozent Fachkräfte ohne Führungsaufgaben) zum Thema Initiativbewerbungen befragt mit entmystifizierenden Antworten.

Die Daten wurden über Online-Fragebögen erhoben. Befragungszeiträume: März/April und Juli/August 2016.



In Ratgebern für Bewerber werden Initiativbewerbungen, möglichst noch mit einem persönlichen Anruf vorweg, als Königsweg oder quasi als "Geheimtipp" für Bewerber auf dem Weg zum passenden Job kommuniziert.
 
Doch wie sieht es damit bei den Bewerbern selber aus?
 
Sehen Bewerber in einer Initiativbewerbung eine Chance oder haben sie Sorge, daß diese Chance nur ein Trugbild, eine Täuschung, eine Chimäre ist? Glauben Bewerber, daß Bewerbungen, die nicht sich nicht auf konkrete offene Stellen beziehen, bei den Personalabteilungen gut ankommen und daß diese damit schon eine passende Position im Unternehmen für die Bewerber finden werden? 

Oder gehen sie davon aus, daß die Bewerbungen im berühmten "Schwarzen Loch"  verschwinden? Oder vertrauen Bewerber evtl. sogar darauf, daß Arbeitgeber die Hilfe eines Algorithmus nutzen, um die Initiativbewerbung mit passenden Vakanzen in Ihrem Unternehmen zu matchen?

Und wie stehen Recruiter dazu?

Sind Initiativbewerbungen eine Last für Recruiter oder haben sie Lust auf jede Initiativbewerbung, die sie bekommen? Machen Bewerbungen, die nicht sich nicht auf konkrete offene Stellen beziehen mehr Arbeit oder freuen sie sich über das Vertrauen der Bewerber, daß sie schon eine passende Position im Unternehmen finden werden? 

Verschwinden die Bewerbungen im berühmten "Schwarzen Loch" oder nutzen Arbeitgeber gar einen Algorithmus um die Initiativbewerbung mit passenden Vakanzen in ihrem Unternehmen zu matchen?

Diesen Fragen ist das ICR in Zusammenarbeit mit der Personalwirtschaft nachgegangen und fand auf beiden Seiten überraschende Antworten.

Falls Arbeitgeber mehr unaufgeforderte Bewerbungen erhalten möchten, hilft ein Blick auf den untenstehenden Vergleich, was diejenigen Arbeitgeber anders machen, die bereits viele bekommen.
 


Sichern Sie sich hier schon die in Kürze erscheinenden vollständigen Ergebnisse der Erhebung zum Thema Initiativbewerbungen.












Was sagen Arbeitgeber zu Initiativbewerbungen?


Der größte Negativpunkt ist, wenn sich der Bewerber nicht mit dem Unternehmen befasst hat und sich mit vollkommen unpassenden Qualifikationen bewirbt“


„Richtig in einem online-unterstützteneingesetzt, können Initiativbewerbungen einen echten Mehr-Wert darstellen. 

Hierzu müssen wir jedoch viele Voraussetzungen zunächst 

erfüllen - der Prozess muss inhaltlich, medial und technisch richtig aufgesetzt sind, mit der richtigen Begleitkommunikation und die Organisation muss mitgehen - also müssen wir die Recruiter im Unternehmen auch hiervon überzeugen.“


„Uns fehlte lange Zeit ein Tool um Initiativbewerbungen effektiv nachzuhalten. Dieses ist nun eingeführt. Problematisch ist bisher, dass die eingehenden Initiativbewerbungen nur schlecht mit unseren Bedarfen in Deckung gebracht werden können, ich hoffe das wir durch Anpassungen im Marketing besser in der Lage sind, auch die Initiativbewerbungen besser steuern zu können.“

 
Was sagen Bewerber zu Initiativbewerbungen?

"Leider glaube ich, dass Initiativbewerbungen nicht viel Beachtung geschenkt wird. Allerdings sollte sich dies meiner Meinung nach ändern, so kann man individuelle Charaktere herauskristallisieren, die man sonst vielleicht nicht erreicht hätte."

"Ich finde, die Bewerber zeigen durch eine Initiativbewerbung besonderes Interesse am Unternehmen und (wie der Name schon sagt) eigene Initiative und Engagement um genau bei diesem bestimmten Arbeitgeber arbeiten zu wollen! Daher sollte es ein erfolgreicher Bewerbungsweg sein!"

"Solange Unternehmen auf eine Initiativbewerbung - binnen einer Stunde mit einer Absage reagieren und dem Bewerber so verdeutlichen, dass Initiativbewerbungen vergebene Liebesmüh sind, wird sich diese Art der Bewertung nicht weiterentwickeln. Schade für Bewerber aber auch für Firmen, die Potential vergeben."



Erste interessante Ergebnisse

68% der Bewerber mit sehr guten Jobaussichten sehen in einer unaufgeforderten Bewerbung eine gute Chance und oft den Lieblingsweg zum Wunscharbeitgeber. Auf der anderen Seite sagen sogar 20% der Unternehme mit großen Schwierigkeiten, ihre offenen Stellen zu füllen, daß Initiativbewerbungen eine Last sind. Nur etwa jeder dritte Bewerber ist davon überzeugt, dass Initiativbewerbungen mit den offenen Stellen im Unternehmen abgeglichen werden. Hier unterschätzen sie das Arbeitsethos der Personaler: Zwei von drei geben an, dies regelmäßig zu tun, weitere 15 Prozent gleichen zumindest hin und wieder Angebot und Nachfrage ab.

Haßliebe zu Initiativbewerbungen?

In ihrer Einstellung zu Initiativbewerbungen ist die Personalerwelt zerrissen. Die einen HRler, meist in kleinen und mittelgroßen Firmen tätig, sind davon überzeugt, dass man den Bewerbern künftig mehr Freiraum geben muss, sich auch ohne konkrete Ausschreibung zu bewerben. Die anderen, meist aus Großunternehmen, halten den Schuss ins Blaue für ein Relikt aus der Vergangenheit. Aber auch innerhalb der Branchen und zu Tätigkeitsfeldern gehen die Meinungen auseinander.

Einige der überraschenden Ergebnisse finden Sie bereits in diesen Grafiken:


Der Vergleich der Ansichten zu Initiativbewerbungen zeigt, daß es für Bewerber unentdeckte Chancen und Enttäuschungspotenziale gibt, d.h. der Mythos Initiativbewerbung funktionier bei weitem nicht überall und in einigen Branchen und Tätigkeitsfeldern würden sich Arbeitgeber sogar mehr unaufgeforderte Bewerbungen wünschen. Aber schauen Sie selber:

Unentdeckte Chancen für Bewerber I:




Unentdeckte Chancen für Bewerber II:






Enttäuschungspotenzial  für Bewerber I




Enttäuschungspotenzial  für Bewerber II:





Erfolgsstrategien für  Arbeitgeber, die mehr Initiativbewerbungen erhalten möchten



Sie habeneinenklarenProzessfür dieGleichbehandlung von Initiativbewerbungen definiert, einen Talentpool für Initiativbewerbungen, den wir regelmäßig für unsere Vakanzen durchsuchen eingerichtet  und nutzen eine Matching-Software







Sichern Sie sich hier schon die in Kürze erscheinenden vollständigen Ergebnisse der Erhebung zum Thema Initiativbewerbungen.





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