Welche Bedeutung hat Google for Jobs für Arbeitgeber?

Wie wird die Google Jobsuche den Markt für die Reichweite von Jobpostings beeinflussen?



Arbeitgeber können ggf. profitieren – wenn sie ihre Anzeigen anpassen

Laut Google starten 73 Prozent aller Jobsuchen mit einer Google-Suche. Wer weiterhin Zugang zu diesen Jobsuchenden haben will, muss nach den neuen Spielregeln spielen. Arbeitgeber müssen ihre Anzeigen an den neuen Standard anpassen. Grundsätzlich gilt: Google benötigt bestimmte Informationen über die Stellenanzeige in einem vorgegebenen Format. Zudem muss die Anzeige als HTML-Seite vorliegen und eine bestimmte Struktur haben: Jobtitel, Branche, Arbeitszeiten und Gehalt. Wie Sie mit dabei sein können, steht hier.

Der US-Konzern hat mit Google for Jobs das Ziel, Jobsuchenden die perfekte Job Search Experience zu bieten. Davon können Arbeitgeber profitieren, denn die Passgenauigkeit der Bewerbungen kann steigen. Eigentlich ist es Googles Kerngeschäft, Suchanfragen (Stellengesuche) und Inhalte (offene Positionen) zu matchen, doch noch gibt es deutliche Probleme bei der Qualität und Quantität der Stellenpostings

Die Herausforderung für Arbeitgeber

Die klassische Herausforderung für Arbeitgeber, genügend Reichweite für ihre Stellenpostings zu generieren, bleibt bestehen und wird sich durch Google for Jobs auch nicht lösen sondern nur ggf. verschieben.

Bisher gab es bezahlten Traffic (Google Ads) und sogenannten organischen Traffic (das sind die Google Ergebnisse, die nach Relevanz für die Suchenden angezeigt wurde. Dabei gehen nur ca. 7 % der Klicks auf die Anzeigen, d.h. 93 % auf die "organischen Suchergebnisse", wobei sich der Traffic, d.h. das Interesse der Jobsuchenden folgendermaßen auf die 93% der "organischen Suchergebnisse" verteilte:

Aber wie verhält es sich mit den Kästchen, wie Google sie für die Google Jobsuche anbietet? 

Das ist für Arbeitgeber zukünftig die kritische Frage. Da sich das "Ergebniskästchen" der Google for Jobs Ergebnisse vor die "organischen" Suchergebnisse schiebt (siehe Beispiel hier), geht den weiteren Ergebnissen, je nach Nutzung durch die Jobsuchenden, vermutlich einiges an Traffic, d.h. Besuche auf den geposteten Jobs verloren.  

Eine erste Auswertung der Folgen für den Wettbewerb finden Sie hier.

Ist das Thema Stellenanzeige überhaupt noch wichtig?

In einem engen Arbeitsmarkt mit einer Arbeitslosenquote im 25 Jahres Tief gibt es immer weniger Bewerber, die sich nach Stellenanzeigen umschauen. Die Google Jobsuche ist dann quasi nur eine etwas elegantere Ausquetschung einer schon ziemlich ausgequetschten Zitrone.

Hier hilft dann statt dem passiven Recruiting das proaktive Recruiting in Form von Active Sourcing. So können auch potentielle Kandidaten erreicht werden, die man dann überzeugen kann ins eigen Unternehmen zu wechseln. Wenn Sie das auch erkannt haben, Active Sourcing kann man lernen. Hier geht es zu entsprechenden Seminaren.


Fazit:


Der Markt der Jobportale wird sich ändern, wer genau die Gewinner (denen die Arbeitgeber dann folgen sollten) und Verlierer sind, wird sich spätestens in den nächsten Wochen und Monaten zeigen, wenn die Folgen von Google for Jobs sich im Sichtbarkeitsindex  zeigen werden.


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Weiterführende Infos zu Google for Jobs:

Infos dazu, wie Google for Jobs funktioniert finden Sie hier


Eine erste Analyse, wie gut Google for Jobs ist, finden Sie hier

Welche Bedeutung die Google Jobsuche für Bewerber hat, und warum sie vorsichtig sein sollten, steht hier

Welche Bedeutung G4J für die Wettbewerber hat, finden diese hier.

Worauf Arbeitgeber achten sollten und wie sie dabei sein können, steht hier.